13 - 12 - 2017

Bonn: Stiftskirche

 

Beschreibung folgt.


 Bonn: Münster St. Martin

 

Das Bonner Münster hat seit jeher eine besondere Bedeutung für die Stadt, es wurde sogar im 13. Jahrhundert in das Stadtsiegel aufgenommen. Die Geschichte der ersten sakralen Großanlage im Rheinland ist zunächst eng mit der Römerzeit verbunden. Forschungen haben ergeben, dass bereits im 2. Jh. an der Stelle der Basilika eine römische Kultstätte bestand. Rund 400 Jahre später wurde diese durch einen merowingischen Saalbau ersetzt, in dem schon bald die ersten christlichen Bestattungen vorgenommen wurden. Das Gebäude war ständigen Um- und Anbauten unterworfen. Schon damals wurde es als die letzte Ruhestätte der beiden Märtyrer und Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentinus verehrt.

So war es kein Wunder, dass im 8. Jh. an der Stelle eine nach ihnen benannte Stiftskirche gebaut wurde, die schon um 1050 einem Neubau weichen musste. In der heutigen Basilika ist aus dieser romanischen Epoche noch die Gruft, Teile der Ostkrypta, des Hochchores und des Westbaues erhalten. Im Lauf der Zeit wurde die Kirche grundlegend verändert. So wurde im 13. Jh. ein neues gotisches Langhaus harmonisch mit den romanischen Elementen verschmolzen. Die zumeist barocke Innenausstattung dagegen stammt aus dem 19. Und 20. Jh.. Nach der umfangreichen Beseitigung der Kriegsschäden und damit verbundenen Renovierungsarbeiten wurde das Gotteshaus 1956 von Papst Pius XII. zur Basilika minor erhoben.